Kategoriearchiv: General

ich bin kein Kostenfaktor! Inklusion ist ein Menschenrecht!

Wir dokumentieren die Rede der aaA-LG/Nord bei der Kundgebung gegen das neue BGG. Diese fand am 16. April vor der SPD Zentrale statt, Die SPD ist als Teil der Regierung für das Gesetz mitverantwortlich.

Ich bin Cécile, von der anti-ableistischen Aktion Nord

Der neue BGG Gesetzesentwurf macht uns auch wütend!

Bestehende Barrieren werden durch das neue BGG-Gesetz leider nicht bekämpft, sondern legalisiert. Die Privatwirtschaft kann sich künftig auf das Gesetz berufen, um ihre Barrieren zu rechtfertigen. 

Das Gesetz wurde über und ohne uns geschrieben. Und die UN-Behindertenrechtskonvention wird weiter missachtet.

Solange wir behinderte Menschen als Last gesehen werden, wird es keine Inklusion geben. Das ist ableistisch und ein Ausdruck der kapitalistischen Verhältnisse, weil wir nicht als „produktiv“ angesehen werden und somit als „weniger wert“.  Dieser Blickwinkel muss sich ändern.  Inklusion ist kein Kostenfaktor sondern ein Menschenrecht! 

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5.5. ein Bericht der anti-ableistischen Aktion Lüneburg

Collage mit Bildern der Kundgebung in Lüneburg. Ein Banner "neues BGG fördert Ausgrenzung von Behinderten" , ein Menschen im Rollstuhl im Baum in Seilen gesichert, Teilnehmer*innen

der 5.5. ist europäischer Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Es gab eine Kundgebung mit über 60 Menschen in Lüneburg, organisiert durch die anti-ableistische Aktion Lüneburg.
Wir sind keine „Last“. Inklusion ist ein Menschenrecht. Fight Ableism! fight Capitalism !

Wir hatten einen kleinen symbolitischen Rollstuhl-Seilaufzug mitgebracht und ich bin im Baum geklettert. Destroying Stereotypes!
Wenn die Gesellschaft uns behindert, können wir die Nicht-Behinderten, die uns ignorieren, damit blockieren, wenn es sein muss!

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Menschen mit Behinderung müssen beim Brandschutz mitgedacht werden!

Am Freitag, 24.04. um 16 Uhr demonstrieren wir auf dem Hamburger Bahnhofsvorplatz (Glockengießerwall)!
Letzte Woche hat eine Rollstuhlfahrerin über Stunden in einer unterirdischen S Bahn Station festgesessen während es dort gebrannt hat. Sie konnte erst danach die Station verlassen als die Aufzüge wieder angestellt waren. Sind wir Behinderte Menschen euch so egal? Wir sagen NICHT MIT UNS und verlangen endlich verbindliche Barrierefreiheit – inklusive Brandschutz

Barrierefreiheit für alle!Der ständige Ausfall der Aufzüge am Bahnhof Buxtehude behindert uns!

Buxtehude, den 13.4.2026

Aktive von der anti-ableistischen Aktion Nord demonstrieren heute mit einer Rollstuhl-Kletteraktion an der Unterführung/Treppe zu Gleis 2 am Buxtehuder Bahnhof.

“Bahn für alle, die Stufen müssen weg“, steht auf einem Banner. Die Demonstrant*innen haben symbolisch ihren eigenen (Seil)Aufzug mitgebracht – aus Protest gegen den ständigen Ausfall von Aufzügen an Bahnhöfen.

Auf einem anderen Banner steht: „Neues BGG fördert Ausgrenzung von Behinderten“ – BGG ist die Abkürzung für das Behindertengleichstellungsgesetz. 

1 Menschen hängt im Rollstuhlsitzend in Seilen in einem Treppenhaus am Bahnhof. zwei Banner: Bahn für alle die Stufen müssen weg und neues BGG fördert Ausgrenzung von Behinderten
Barrierefreiheit für alle!Der ständige Ausfall der Aufzüge am Bahnhof Buxtehude behindert uns! weiterlesen

Nein zum neuen BGG!

BGG (Behindertengleichsstellungsgesetz), klingt gut, ist es aber nicht. Der neue Gesetzesentwurf, der am 16.4. in erster Lesung durch den Bundestag soll, jedenfalls nicht.

Barrierefreiheit bleibt mit dem neuen Gesetz für die Privatwirtschaft freiwillig. Barrierefreie Umbauten nur verpflichtend, wenn diese keine unzumutbare Belastung darstellen – also gilt immer ein Vorwand. Der Entwurf erklärt bauliche Veränderungen und Änderungen an Gütern und Dienstleistungen in § 7 Abs. 3 Nr. 3 pauschal zu „unverhältnismäßigen und unbilligen“ Belastungen. Die, die diskriminieren und ausgrenzen, werden geschützt. Wir lehnen das neue BGG in der jetzigen Form ab! Deutschland verstößt damit weiterhin gegen die UN-Berhindertenrechtskonvention.

„Wir behinderte Menschen werden als Last gesehen, das ist das Gegenteil von inklusion. Das ist ableistisch und ein Ausdruck der kapitalistischen Verhäntnissen, weil wir nicht als „Produktiv“ angesehen werden und somit als als „weniger wert“, fasst die antiableitische Aktion Nord zusammen.

Weitere Infornationen zum Gesetz

Offener Brief – ableistische Antwort vom Salü

Die anti-ableistische Aktion Lüneburg hat den Zugang zu einem Sportbad für Gehbehinderte Menschen gefordert. Sie fordert einen Umbau des bislang nur durch eine Treppe erreichbaren Sportbades sowie die unbürokratische Übernahme von Taxikosten zum nächsten Sportbad. Der Brief richtete sich an OB Claudia Kalisch. Sie lies den Geschäftsführer des Salü den Brief beantworten. Ein ungewöhnlicher Vorgang. Üblich ist dass sie Stellungnhamen einholt (hier vom Salü) aber dann persönlich antwortet.

Die Antwort bewertet die anti-ableistische als ableistisch. Wir dokumentieren die Antwort des Geschäftsführers sowie die Rückmeldungen von der anti-ableistischen Aktion und vom Behindertenbeirat.

  1. Antwort des Salüs
  2. Antwort der antiableistischen Aktion Lüneburg
  3. Antwort des Behindertenbeirates
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Offener Brief – Gehbehinderte Menschen fordern Sportbad-Zugang (Lüneburg)

Sportbad mit Wasser und Bahnen. Eine Treppe frührt dort hin nach unten. darauf wurde zugefügt für das sharepic: Salü Lüneburg: Sportbad nur über Treppe erreichbar. und Offener Brief aan OB Kalisch gehbehinderte Menschen fordern Sportbad-Zugang

Offener Brief der anti-ableistischen Aktion Lüneburg an OB Kalisch

Lüneburg, 19.11.2025

Sehr geehrte Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch,

wir, die Gruppe anti-ableistische Aktion Lüneburg, nehmen Bezug auf die Berichte über die (Nicht)Barrierefreiheit der Salztherme Lüneburg „SaLü“ im Lüne-Blog, im bundesweiten behindertenpolitischen Nachrichtenmagazin Kobinet Nachrichten und in der Zeitschrift Graswurzelrevolution. (1)
Die Recherche hat zahlreiche Barrieren aufgezeigt. Besonders bitter sind diese Barrieren im Sportbad, das für Gehbehinderte überhaupt nicht erreichbar ist. Im Artikel wird vom Behindertenbeirat ein Lösungsansatz benannt.
Wir hoffen, dass sich durch Ihre Mithilfe in der Sache nun schnell etwas bewegt und eine dauerhafte Lösung umgesetzt wird..

Für die Übergangszeit bis gehbehinderte Menschen einen Zugang zum Lüneburger Sportbad erhalten, fordern wir eine Übergangslösung für Betroffene:

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Ableismus und Audismus bekämpfen!

Aktivistis der antiableistischen Aktion Lüneburg sind in Gedanken bei dem 12-Jährigen tauben Mädchen, das in Bochum durch die Polizei angeschossen und schwer verletzt wurde.

Ableismus und Audismus bekämpfen!

Bild einer Demo, eine Person sitzt im E-Rollstuhl vor behelmten Polizisten. Sie hält ein kleines Banner "überall Polizei nirgendwo Gerechtigkeit" Zugefügt auf dem Bild: Ableismus und Audismus bekämpfen! Wir sind in Gedanken bei dem durch die Polizei angeschossenen, schwerverletzten 12-jährigen tauben Mädchen in Bochum. Antiableistische Aktion Lüneburg" und pride Logo mit weiterem Logo in der mitte, schwarz-rote Rollstuhlnutzende und Schrift Antiableistische Aktion

Bild/Abbildung: Eichhörnchen