Am Freitag, 24.04. um 16 Uhr demonstrieren wir auf dem Hamburger Bahnhofsvorplatz (Glockengießerwall)! Letzte Woche hat eine Rollstuhlfahrerin über Stunden in einer unterirdischen S Bahn Station festgesessen während es dort gebrannt hat. Sie konnte erst danach die Station verlassen als die Aufzüge wieder angestellt waren. Sind wir Behinderte Menschen euch so egal? Wir sagen NICHT MIT UNS und verlangen endlich verbindliche Barrierefreiheit – inklusive Brandschutz
Aktive von der anti-ableistischen Aktion Nord demonstrieren heute mit einer Rollstuhl-Kletteraktion an der Unterführung/Treppe zu Gleis 2 am Buxtehuder Bahnhof.
“Bahn für alle, die Stufen müssen weg“, steht auf einem Banner. Die Demonstrant*innen haben symbolisch ihren eigenen (Seil)Aufzug mitgebracht – aus Protest gegen den ständigen Ausfall von Aufzügen an Bahnhöfen.
Auf einem anderen Banner steht: „Neues BGG fördert Ausgrenzung von Behinderten“ – BGG ist die Abkürzung für das Behindertengleichstellungsgesetz.
BGG (Behindertengleichsstellungsgesetz), klingt gut, ist es aber nicht. Der neue Gesetzesentwurf, der am 16.4. in erster Lesung durch den Bundestag soll, jedenfalls nicht.
Barrierefreiheit bleibt mit dem neuen Gesetz für die Privatwirtschaft freiwillig. Barrierefreie Umbauten nur verpflichtend, wenn diese keine unzumutbare Belastung darstellen – also gilt immer ein Vorwand. Der Entwurf erklärt bauliche Veränderungen und Änderungen an Gütern und Dienstleistungen in § 7 Abs. 3 Nr. 3 pauschal zu „unverhältnismäßigen und unbilligen“ Belastungen. Die, die diskriminieren und ausgrenzen, werden geschützt. Wir lehnen das neue BGG in der jetzigen Form ab! Deutschland verstößt damit weiterhin gegen die UN-Berhindertenrechtskonvention.
„Wir behinderte Menschen werden als Last gesehen, das ist das Gegenteil von inklusion. Das ist ableistisch und ein Ausdruck der kapitalistischen Verhäntnissen, weil wir nicht als „Produktiv“ angesehen werden und somit als als „weniger wert“, fasst die antiableitische Aktion Nord zusammen.
Die anti-ableistische Aktion Lüneburg hat den Zugang zu einem Sportbad für Gehbehinderte Menschen gefordert. Sie fordert einen Umbau des bislang nur durch eine Treppe erreichbaren Sportbades sowie die unbürokratische Übernahme von Taxikosten zum nächsten Sportbad. Der Brief richtete sich an OB Claudia Kalisch. Sie lies den Geschäftsführer des Salü den Brief beantworten. Ein ungewöhnlicher Vorgang. Üblich ist dass sie Stellungnhamen einholt (hier vom Salü) aber dann persönlich antwortet.
Die Antwort bewertet die anti-ableistische als ableistisch. Wir dokumentieren die Antwort des Geschäftsführers sowie die Rückmeldungen von der anti-ableistischen Aktion und vom Behindertenbeirat.
Offener Brief der anti-ableistischen Aktion Lüneburg an OB Kalisch
Lüneburg, 19.11.2025
Sehr geehrte Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch,
wir, die Gruppe anti-ableistische Aktion Lüneburg, nehmen Bezug auf die Berichte über die (Nicht)Barrierefreiheit der Salztherme Lüneburg „SaLü“ im Lüne-Blog, im bundesweiten behindertenpolitischen Nachrichtenmagazin Kobinet Nachrichten und in der Zeitschrift Graswurzelrevolution. (1) Die Recherche hat zahlreiche Barrieren aufgezeigt. Besonders bitter sind diese Barrieren im Sportbad, das für Gehbehinderte überhaupt nicht erreichbar ist. Im Artikel wird vom Behindertenbeirat ein Lösungsansatz benannt. Wir hoffen, dass sich durch Ihre Mithilfe in der Sache nun schnell etwas bewegt und eine dauerhafte Lösung umgesetzt wird..
Für die Übergangszeit bis gehbehinderte Menschen einen Zugang zum Lüneburger Sportbad erhalten, fordern wir eine Übergangslösung für Betroffene:
Aktivistis der antiableistischen Aktion Lüneburg sind in Gedanken bei dem 12-Jährigen tauben Mädchen, das in Bochum durch die Polizei angeschossen und schwer verletzt wurde.
Artikel aus dem ND zum neuen Prozess gegen eine Pflegerin wegen Mihandlungen behinderter Menschen in Potsdam. Aktive der anti-ableistischen Gruppe in Berlin hatten auf den Prozess hingewiesen und haben diesen kritisch begleitet.
Stellungnahme der Metronom Eisenbahngesellschaft enthält Rechtfertigungen, die auf falschen Tatsachen beruhen. Ein Teil der Erklärung widerspricht sogar physikalischen Gesetzen!
Forderung nach unahängiger Beschwerdestelle. Barrierefrei und unbürokratisch ansprechbar. Unter Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention.
Forderung nach Barrierefreiheit im Bahnverkehr (keine Barrierefreiheit durch Abhängigkeit), Bahn-Unternehmen, Politik und zuständige Behörden sind gefragt!
PM der antiableistischen Aktion Lüneburg vom 13.5.2025
Rollstuhlfahrer wird mit Gewalt aus einem Metronom Zug geworfen und am Bahnsteig stehen gelassen (4.5.2025)
Kein Einzelfall: Weitere Betroffene berichten über ableistische dikriminierende Erfahrungen. Ein Mitarbeiter der Metronom Eisenbahngesellschaft (Herr K.) sticht dabei besonders heraus.