Die anti-ableistische Aktion Lüneburg/Nord Lädt ein: Sonntag 7. Juni ab 14 Uhr im Commons Zentrum Lüneburg.
Eine schöne Gelegenheit, um mit uns ins Gespräch zu kommen, uns kennenzulernen und Ally (Verbündete*r) zu werden. Und es gibt Siebdruck mit tollen anti-ableistischen Motiven. Bringe gerne Kleidung mit.
Am 7.6. ist wieder verkaufsoffener Sonntag in Lüneburg. An diesem Tags wirbt die Marketing GmbH mit „Inklusion“. Das Setting ist allerdings kritikwürdig. Wohlfahrtsorganisation sind beteiligt. Sie stehen mit ihren Heimen und Werkstätten nicht für Inklusion, sondern für Segregation und Ausbeutung. Das Setting ist auch falsch: der Kapitalismus behindert uns! Unsere Veranstaltung zeigt Alternativen dazu. Weg mit ableistischen Strukturen und für ein selbstbestimmtes Leben!
Udo Sierck: Frech und frei. 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung, Assoziation A, Hamburg/Berlin 2025, 152 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86241-514-4
Udo Sierck erzählt über 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung, aus der Selbstbestimmt-Leben-Perspektive. Behinderte Menschen sind keine Opfer, die Mitleid erfahren wollen oder sollen, sondern Akteur*innen, selbstbestimmte Menschen. Sie kämpfen gegen Aussonderung und Diskriminierung.
Die Anfänge prägten der Rollstuhl fahrende Sozialarbeiter Gusti Steiner, mit dem Motto „Behindert sein ist schön“, und die Autorin Christa Schlett. Sie erklärte, Rebellion sei Sinn des schwerbehinderten Lebens. An der Frankfurter Volkshochschule wurde in der Folge der Kurs „Bewältigung der Umwelt“ angeboten, mit dem gesellschaftspolitischen Modell von Behinderung im Mittelpunkt. Die Gesellschaft behindert uns. Menschen wurden aufgeklärt und zum Handeln ermutigt.
Wir dokumentieren die Rede der aaA-LG/Nord bei der Kundgebung gegen das neue BGG. Diese fand am 16. April vor der SPD Zentrale statt, Die SPD ist als Teil der Regierung für das Gesetz mitverantwortlich.
Ich bin Cécile, von der anti-ableistischen Aktion Nord
Der neue BGG Gesetzesentwurf macht uns auch wütend!
Bestehende Barrieren werden durch das neue BGG-Gesetz leider nicht bekämpft, sondern legalisiert. Die Privatwirtschaft kann sich künftig auf das Gesetz berufen, um ihre Barrieren zu rechtfertigen.
Das Gesetz wurde über und ohne uns geschrieben. Und die UN-Behindertenrechtskonvention wird weiter missachtet.
Solange wir behinderte Menschen als Last gesehen werden, wird es keine Inklusion geben. Das ist ableistisch und ein Ausdruck der kapitalistischen Verhältnisse, weil wir nicht als „produktiv“ angesehen werden und somit als „weniger wert“. Dieser Blickwinkel muss sich ändern. Inklusion ist kein Kostenfaktor sondern ein Menschenrecht!
der 5.5. ist europäischer Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Es gab eine Kundgebung mit über 60 Menschen in Lüneburg, organisiert durch die anti-ableistische Aktion Lüneburg. Wir sind keine „Last“. Inklusion ist ein Menschenrecht. Fight Ableism! fight Capitalism !
Wir hatten einen kleinen symbolitischen Rollstuhl-Seilaufzug mitgebracht und ich bin im Baum geklettert. Destroying Stereotypes! Wenn die Gesellschaft uns behindert, können wir die Nicht-Behinderten, die uns ignorieren, damit blockieren, wenn es sein muss!