Alle Beiträge von fightableism

Ableismus tötet – Kletteraktion am Gedenktag der Morde im Oberlindhaus

PM einer unabhängiggen Aktionsgruppe

Abseilaktion mit Rollstuhl in Potsdam: Aktivist:innen machen auf Gewalt gegen Menschen mit Behinderung aufmerksam.

Am 28.4.2025 jährt sich der Tag, an dem vier Menschen mit Behinderung in einer Einrichtung des Oberlinhauses in Potsdam ermordet wurden. Um 12 Uhr kletterten Aktivist:innen auf eine Brücke an den Havelauen und rollten ein Transparent mit der Aufschrift: „Ableismus tötet!“, aus. Die Aktion soll darauf aufmerksam machen, dass Menschen mit Behinderung struktureller Gewalt ausgesetzt sind, die alltäglich geschieht – auch innerhalb der Institutionen, die ihnen vermeintlich helfen sollen. Die Aktionsgruppe, bestehend aus Menschen mit und ohne Behinderung, setzt damit ein Zeichen für Selbstbestimmung und gegen Ableismus.

Fin, eine der kletterenden Personen und selbst von Ableismus betroffen, erklärt zum Hintergrund der Aktion: „In allen Köpfen muss ankommen, dass wir behinderten Menschen zuhören müssen. Inklusion ist nicht nur ein Tag oder dass man mal was aus einer Behindertenwerkstatt kauft und sich gut fühlt. Rampe reicht nicht! Es braucht eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Ableismus in unseren Köpfen – Denn Ableismus tötet!“

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der nicht gehaltene Redebeitrag

Wenn die Lebenshilfe die Menschen zur Sprache hätte kommen lassen, denen der faschitischer Anschlag galt,  hätte es spannende Beiträge mit der Perspektive von Menschen mit Behinderung geben können.  Das ist ein Beitrag, den Aktivistis vom Rollfenden Widerstand, die in Mönchengladbach dabei waren, halten wollten als sie sich das Mikro nahmen.

Menschen mit verschiedenen Betroffenheiten
Nicht nur Betroffene sprechen, die ne hohe politische Funktion haben 
Nicht nur Betroffene, die irgendeinen Rang haben
Nicht nur Menschen, die Privilegien genießen 
Darum 
Wenn der Raum uns nicht gegeben wird, müssen wir uns den Raum nehmen.

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Solidarische kritische Einmischung auf der Kundgebung der Lebenshilfe nach dem faschistischen Anschlag

Am 27. Mai wurde ein faschistischer Anschlag auf ein Behindertenwohnheim der Lebenshilfe in Mönchengladbach verübt. Ein Stein mit der Aufschrift „Euthanasie ist die Lösung“ zerstörte eine Scheibe der Eingangstür. Ein klarer Aufruf Menschen mit Behinderung zu ermorden, mit NS Sprache die an die T4 Aktion anknüpft, die Vernichtung von Behinderten durch die Nazis. Der Rechtsruck der Gesellschaft begünstigt den Hass auf behinderte Menschen, eugenische Sprache – und schließlich Handlungen.

Die Lebenshilfe rief nach dem Anschlag eine Solidaritätsveranstaltung ins Leben und veröffentlichte eine Liste der Redner*innen, freute sich über offizielle Vertreter*innen von Lebenshilfe und Politik. Auf der Redner*innenliste stand lediglich der Bundesabauftragter Jürgen Düsel als behinderter Mensch.
Daran übten Menschen u.a. vom rollfenden Widerstand im Vorfeld Kritik. Nichts über uns ohne ohne uns!
Eine Person aus der Gruppe bat im Vorfeld darum, als behinderter Mensch eine Rede halten können. Schließlich galt der Anschlag, wie an der hinterlassenen Botschaft erkennbar, den Behinderten selbst und nicht den Mitarbeitenden, die Botschaft galt der gesamten Behindertencommunity. Die Person erhielt eine Absage von der Lebenshilfe.

Die Aktivistis entschieden sich deshalb dafür die Solidaritätsveranstaltung der Lebenshilfe am 6. Juni in Mönchengladbach solidarisch-kritisch zu besuchen.

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Vorstellungs-Flyer frisch gedruckt

Flyer als Bild
Flyer Seite 1 (PNG Datei)

Unsere Vorstellungs-Flyer sind frisch gedruckt!

Der Flyer ist auf der Seite wer sind wir Flyer zu finden. Sowohl als PDF, als auch als Bild und Text (für Screenreader)

Flyertext (Vorder- und Rückseite):

Rollfender Widerstand – Direkte Aktionen gegen Barrieren

Wer sind wir?
Wir sind ein gemischter Zusammenschluss von Menschen mit und ohne Behinderung(en). Der Name der Gruppe kommt von „rollen“ und „laufen“.
Wir sind zu den Themen, die uns bewegen aktiv und entscheiden selbstbestimmt.
Wir machen direkte Aktionen gegen Barrieren, für Barrierefreiheit.
Wir kämpfen gegen Ableismus, d.h gegen die Diskriminierungen von Behinderten. Dirkriminierung durch physische Barrieren und durch Vorurteile über behinderte Menschen. Die Gesellschaft behindert uns. Ihre Strukturen und Institutionen behindern uns.  Barrierefreiheit ist mehr als Rampen und Behinderung nicht gleichbedeutend wie Rollstuhl. Es gibt viele Formen von Behinderungen und Beeinträchtigungen, die überweigende Mehrheit ist nicht sichtbar.
Wir kämpfen für die Zugänglichkeit von linken Protestbewegungen. 
Wir haben den Anspruch intersektional zu sein, das beinhaltet für uns Antiableismus, Klimagerechtigkeit, Queerfeminismus, Anarchismus und den Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus, den Rechtsruck der Gesellschaft, gegen Kapitalismus und klassismus.
Wir versuchen uns mit unseren Privilegien auseinanderzusetzen und mehrfach Marginalisierte in den Mittelpunkt rücken
Mehr erfährst du auf unserer Homepage
Was wir bisher gemacht haben
– gemeinsame Aktionsfahrt mit dem Zug und Kletteraktion am nicht barrierefreien Bahnhof Frankfurt West für eine Mobilitätswende für alle
– Online Aktion „#BarrierenBrechen“ um auf Barrieren diverser Art aufmerksam zu machen
– Beteiligung an verschiedenen (Klima)camps und Demonstrationen anderer Gruppen wie die Liegenddemo von MECFS Erkrankten, behindert verrückt Pride Paraden
– Klimapolitische (Kletter)Aktionen, zum Beispiel gegen die Kohlekraft in Lützerath oder gegen neue Autobahnen
– Aktionskletterkurse für behinderte Menschen
– Radiointerviews, Veröffentlichungen von Artikeln, Veranstaltungen und Workshops
– Queer crip porn
Kontakt
Wir freuen uns sowohl darüber wenn du dabei bist als auch über Spenden.
VusEumUmseP e.V.
IBAN: DE30 8306 5408 0004 0613 81
BIC: GENO DEF1 SLR
Skat Bank
Betreff: RW 

 

 

 

Protest(Kletter)aktion für Barrierefreiheit am Lüneburger Bahnhof

16. Januar 2024, Lüneburg.
Aktive von „Lüneburg barrierefrei“, dem „KlimaKollektiv Lüneburg“ und der Gruppe „Rollfender Widerstand“ demonstrieren heute mit einer Rollstuhl-Kletteraktion an der Unterführung bei Gleis 1 am Lüneburger Bahnhof. “Bahn für alle, die Stufen müssen weg“, steht auf einem Banner. Die Demonstrant*innen haben symbolisch ihren eigenen (Seil)Aufzug mitgebracht „Austausch der Aufzüge ja! Aber so nicht!“ sagen die Demonstrant*innen, weil die Bauarbeiten über ein halbes Jahr dauern sollen.

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Unser Kampf gegen Ableismus ist auch antikapitalistisch

Wir vom Rollfenden Widerstand sehen die kapitalistische Produktionsweise als Hauptursache für das weitere aufklaffen der Schere zwischen arm und reich, Kriege, die Klimakatastrophe etc an.
In der kapitalistischen Produktionsweise geht es darum, den maximalen Profit zu generieren. Es gibt einen Wachstumszwang, da die National Staaten in Konkurrenz am Weltmarkt zueinander stehen. Diese Konkurrenz spiegelt sich auch im kleinen wieder, z.B im Kampf um einen KiTa-Platz. Durch die patriarchale Logik werden solche strukturelle Defizite aufgefangen, siehe die unbezahlte Fürsorgearbeit, die meist von nicht Cis-männlichen Personen übernommen wird.

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Spenden für Aktionsmaterial und antirepression

sharepic. Bild einer Kletteraktion an einer Fassade, wo Menschen mit Rollstuhl klettern. Sazu: Logo von Rollfender Widerstand, text

Wir brauchen  Spenden für weitere direkte Aktionen gegen Ableismus und Barrieren (Für Aktionsmaterial, Klettermaterial, Aktions-Starrahmenrollstuhl…) sowie für Repressionskosten, Materialspenden sind auch wilkommen.

Spendenkonto
VusEumUmseP e.V.
IBAN: DE30 8306 5408 0004 0613 81
BIC: GENO DEF1 SLR
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Betreff: RW (oder Rollfender Widerstand)

Siehe auch die Spendenseite hier