SPD Parteizentrale besetzt!

Aktivist*innen haben am 9. Juli 2026 die SPD Parteizentrale in Berlin besetzt. Der Protest richtete sich gegen behindertenfeindliche Gesetze, die die SPD in der Koalition mitträgt. Der „Ideengeber“ der SPD sprach mit den Besetzer*innen. Sinngemäß erzählte er, die SPD stehe auf der Seite behinderter Menschen (??). Die Aktivist*innen würden ihren Protest am falschen Ort austragen, hier würde man nur verwalten, die Politik finde im Bundestag statt. Die Aktivist*innen forderten, die Abgordnete sollen vom Bundestag rüber kommen, statt behindertenfeindliche anti-soziale Gesetze zu verabschieden. Die Antwort war die Beauftragung der Polizei mit der Räumung der Aktivist*innen am Abend. Vor dem Gebäude fand eine Soli-Mahnwache statt. Diese erhielt viel Zuspruch von Passant*innen.

Gruppe von Aktivist*innen bei der Besetzung mit zahlreichen Schildern "fight ableism, no access no peace, SPD mach keinen scheiß, selbtbestimmtes Leben für alle, kein Speilball der Wirtschaft" etc.
1 aktivisti liegt auf dem Boden und blockiert somit die Räumung eines weiteren Aktivsti im E-Rollstuhl. Räumungssituation
1 Aktivisti blockiert die Räumung vom anderen Aktivisti 🙂

Pressemitteilung der Gruppe

Berlin, 9. Juli 2026, 13h15

Das Willy-Brandt-Haus in Berlin ist besetzt – Aktionsgruppe von
beHinderten und nicht-beHinderten Aktivist:innen widersetzt sich der
Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren
Kürzungsplänen

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Krüppel die Kämpfen, sind Krüppel die leben!

Rollstuhl-Kletteraktion in Berlin am 8.7.2026 gegen die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren Kürzungsplänen!

„Krüppel die kämpfen sind Krüppel die leben“ war an der Gustav heinemann Brücke zwischen Hauptbahnhof und Regierungsviertel in Berlin auf einem großen Banner zu lesen. Aktivistinnen mit und ohne Behinderungen demonstrierten gegen behindertenfeindliche Gesetze. 6 Aktivistinnnen bekletterten die Brücke, 3 von ihnen kletterten in ihrem Rollstuhl sitzend.

Die Aktivist*innen haben bewusst das Wort „Krüppel“ gewählt. Eine provokative empowernde Selbstbeszeichnung. In Anlehnung an die Krüppelbeweung der 80er Jahre (dazu gibt es einen tollen Archiv)


Erklärung der Gruppe:

Forderungen:

  1. Keine Kürzungen auf dem Rücken von beHinderten und anderen marginalisierten Menschen.
  2. Barrierefreiheit verpflichtend jetzt und das neue verschlechterte BGG verwerfen!
  3. Selbstbestimmtes Leben für alle. Finger weg von der Eingliederungshilfe!
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