Für eine Verkehrswende MIT Barrierefreiheit
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Ungewöhnliches Bild am Bahnhof Frankfurt am Main West an diesem frühen Samstag: Behindertengerechtigkeitsaktivist*innen klettern mit ihren Rollstühlen und seilen sich an der Fassade des Bahnhofes mit einem Banner, auf dem „Mobilitätswende für alle“ steht, ab.
Mit dieser ungewöhnlichen Aktion will die Aktionsgruppe Rollfender Widerstand – direkte Aktion gegen Barrieren – auf die ableistische Verkehrspolitik, die die Rechte von Menschen mit Behinderung mit Füßen tritt, aufmerksam machen. Die Aktivist*innen haben den Bahnhof Frankfurt am Main West für ihre Aktion gewählt, weil dieser nicht barrierefrei ist, obwohl er in Frankfurt eine wichtige Rolle im Regional- und Fernverkehr hat. Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs ist zwar in Planung, doch es geht zu langsam voran; laut Personenbeförderungsgesetz müsste der Bahnhof seit Anfang diesen Jahres barrierefrei umgebaut sein. Das steht beispielhaft für die gesamte Verkehrspolitik. Barrierefreiheit hat in den Köpfen von Politiker*innen und Planer*innen keine Priorität.
Aktuelles zur Aktion sowie Bilder findet ihr bei Twitter oder bei Mastodon falls ihr kein Twitter Konto habt.
Den Aktivist*innen geht es bei ihrer Aktion um mehr als den stufenlosen Zugang für Rollstuhlfahrer*innen. Sie fordern auch andere Behinderungen und chronische Krankheiten zu berücksichtigen und präsentieren Ideen zum Abbau verschiedener Barrieren, um klimafreundliche Mobilität für Alle möglich zu machen. Beispielsweise fordern sie mehr Schlaf und Liegewagen damit auch chronisch Kranke besser mitfahren können und auch weniger übervolle Züge da diese unter anderem für neurodivergente Menschen besonders schwer zugänglich sind. (Siehe unten für die gesamten Forderungen).
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